Krebsgeschwür Moslem
2. August 2006 in Antiarabismus und Kreuzzug gegen "den Islam"Rassistische Stereotype, die heutzutage in der BRD normalerweise als antisemitisch gegeißelt werden, gab es auf der Pro-Kriegs-Demo am Freitag in Berlin zu hören. Die Hisbollah sei ein „Krebsgeschwür“, das es aus dem libanesischen Volkskörper herauszuschneiden gelte, erklärte der außenpolitische Sprecher der CDU auf der von der neu-rechten Zeitschrift „Bahamas“ initierten Demonstration. Und da ja bekanntlich ein Araber aussieht wie der andere, schlägt man am besten gleich alle tot, dann ist schluss mit dem Geschwür. So zumindest könnte die Maxime einer Armee lauten, die ihren Angriffskrieg vor allem mit Flächenbombardements gegen Wohnviertel führt. Nötigenfalls werden eben alle Libanesen umgebracht, dann war der „Kampf gegen Hisbollah“ bestimmt erfolgreich. Soweit der Konsens des sonst relativ „bunten“ Spektrums auf der Pro-Israel-Demo. Nicht nur CDU-Rechtsaußen, auch christliche Fundamentalisten waren beteiligt, so z.B. die Partei Bibeltreuer Christen, die u.a. für ihre „AIDS ist die Rache Gottes für Homosexualität“-Plakate bekannt ist. Da wunderte es auch kaum, dass selbst einer der Redner auf der Demo die christliche Missionierung in Israel lobte. Zusatzlich wurde Israel von Rednern wie auch vom Fußvolk zum deutschen und europäischen Vorposten gegen die „islamische Barbarei“ stilisiert. Den Höhepunkt bildete schließlich die Hass-Rede von Springer-Redakteur Thomas von der Osten-Sacken. Der passionierte Kriegstreiber forderte in seiner Rede dazu auf, auch noch den Iran und Syrien zu überfallen. Selbstverständlich schritt die deutsche Polizei nicht ein, als der Hetzer für neue Angriffskrieg warb – denn damit trifft er in einem Land, das schon zweimal die ganze Welt in Brand gesetzt hat, natürlich auf offene Ohren.
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